Montag, 10. August 2009

UFO Sichtung überm Ritan Park

"Wieviele UFO Sichtungen es in Beijing wohl gibt, pro Tag?" überlegt Arndt laut. Wir glauben, keine einzige. Jedes Kind weiss, dass hier alles was wie ein UFO aussieht und blinkt, und eine blinkende Spur zurück zur Erde hat, ein Steigdrachen ist.

Wir freuen uns, die kurze Wartezeit bis die Klamotten beim Schneider (Hosenflicken und Reissverschluss von Burton Jacke auswechseln) fertig geflickt sind, im Ritan Park verbringen zu können. Waren schliesslich schon länger nimmer abends hier.

Immer ein Quell der Ruhe und Besinnlichkeit, gerade auch wenn man auf dem Sonnenaltar liegt und den Drachensteigern beim Fachsimpeln und Steigenlassen zuschauen kann.

Die lassen aber auch Teile in den Himmel! Das hat nix mehr mit Kinderspielzeug zu tun.

Sonntag, 9. August 2009

Anti-Hangover-Wundermittel

Fisch auf Sichuan Art. Explosionsfrittiert in Chillies. So mögen wir unser Katerdinner.

Such den Fisch, los, such! An die Stäbchen, fertig, fischen!

Essen mit Spaßfaktor gibt es hier reichlich!

Mandarinlatte in Apartment 2815

Da haben wir sie jetzt angefixt. Nun braucht sie wohl immer einen. Das haben wir nun davon. Da brauchen wir gar nicht mehr mit Jasmin- oder Blümchentee kommen, ausser zum Durstlöschen und Wasserhaushalt ausgleichen danach vielleicht.

Unsere Mausi (kurz für Miao Qing, unsere Lao Shi (Lehrerin)) haben wir kaffeesüchtig gemacht. Und das schon nach der ersten Tasse.

Naja, eigentlich trank sie das Zeug schon vorher soooo gerne. Sagt sie. Also, da setzen wir uns mal nicht zuviele fremde Lorbeeren auf.

So geschah es letzten Donnerstag, weil wir zwei zur Zeit nicht genug von dem vietnamesichen Mokka kriegen können, dass wir der Mausi einen Tropfmokka mitgemacht haben. Da hat sie uns ihre Sucht mit einem breiten Grinsen im Gesicht gestanden.

Tja, und heute am Sonntag kann ich den tollen Milchaufschäumer, von dem ich gedacht hab, den brauch ich UN-BE-DINGT in China, nicht weiter in der Schublade vergammeln lassen. Ich mach heute mal 'nen italienischen Moment zu den chinesichen Sahnepuddingtörtchen und der Chinesischstunde. Nicht nur Mausi grinst breit.

Premiere. Gelungen.

Samstag, 8. August 2009

Pho Pho und Tsingtao

Typischer Samstag abend in Sanlitun: Gut essen, (zu)viel Tsingtao trinken und Leute kucken, dann beschwipst das Taxi weiterwinken und zu Fuß nach Hause gehen. Leider war der Spaziergang dann doch zu kurz um dem Kater am Tag danach vorzubeugen.

Gegessen im Luga's Pho Pho, vietnamesisch, weil noch so in Urlaubslaune. Matthew kuckt etwas erschrocken. Ich kann immer nicht stillhalten, wenns so lecker ist. Der Rest der Runde geniesst und schweigt.

Getrunken in zwei Bars direkt vor dem Restaurant.

Auch Autos kann man kucken. Der Chinese an sich outet sich über vielerlei Autoaufkleber, dabei ist den Chinesen ihr Blechle auch ein heilix.

Donnerstag, 6. August 2009

Wir fahren nach Shanghai!

Diesmal klappt das mit dem LP Konzert. Diesmal warten wir nicht, bis das geplante BJ Konzert ausfällt, weil sich die Jungs in Shanghai komplett verausgabt haben.

Nein, diesmal fahren wir einfach mit dem Zug hin, geniessen die Stadt noch ein bisserl, und fliegen dann wieder am Sonntag zurück nach BJ.

Diesmal ist sowieso keins in BJ geplant. Und Shanghai ist immer einen Wochenendausflug wert!

So. Nämlich. Und stehen ganz vorne mit den schei**teuren Tickets! "Basta!" würde Isabella, unsere Italienische Ningxia-Bekanntschaft sagen, die sich gestern mit einem "Carrrrrmen, you naughty girrrrrrl!" bei mir gemeldet hat, und mir grad wieder einfällt, ich muss ihr noch die E-Mail schreiben.

Mittwoch, 5. August 2009

Ungezieferalarm

Wir haben Flöhe aus Vietnam mitgebracht. Oder wir haben uns welche in unserer Massagepraxis eingefangen. Mann, da ist aber eigentlich sowas von sauber! Und wir haben doch selbst gesehen, wie die frischen Laken über die Liegen gezogen wurden. Komiksche Pusteln, vorwiegend an Unterarmen und Unterschenkeln, bei mir noch an Hals, Wangen und Ausschnitt. Waaah.

Sieht genauso aus, wie auf dem Bild auf der "Frag Dr. Sowieso"-Seite, das Flohbisse auf Menschenhaut zeigt. Soviel zu Selbstdiagnose.

Manno, kann man die Scheiss Pest von kriegen! Ist zwar heutzutage selten aber die Rattenflöhe (und wir haben Ratten gesehen, sind eher klein in Vietnam, die in Ulm sind viiiiel größer, übrigens) in den Tropen, die können ganz unlustige Dinge übertragen. Bandwurm, Beulenpest, und den Rest hab ich mir nicht mehr merken wollen.

Manno, dass wir evtl. doch Malaria kriegen, das Risiko sind wir eingegangen und haben keinerlei Prophylaxe oder Standby-Zeugs mitgenommen. Bis die ausgebrochen wäre (und die Wahrscheinlichkeit, das die Tzetzefliege an der Küste und in den Städten überlebt ist gering) wären wir wieder in Beijing gewesen, wo wir medizinisch super versorgt sind.

Sieht immer noch nach Stichen oder Bissen oder einer Kombi davon aus.

Der nette Arzt von gestern abend in der International SOS Clinic (die Klinik unseres Vertrauens, da sie direkt mit unserer Krankenversicherung abrechnen kann) sagt aber, er vermutet, dass das eher ne Allergie ist. "Wir hatten mal einen Dermatologen, aber der arbeitet nicht mehr hier." Doller Fisch. Äh, dolle Pusteln aber auch. Na gut.

Vietnam, aha, wielange? 10 Tage.
Aha, auch in abgeschiedenen Gegenden? Nur Saigon, Südküste und Mekong Delta, und das ist gewiss nicht abgeschieden.
Durchfall? Nein. Völlig normal, trotzdem wir gleich nach der Rückkehr-Massage am Sonntag abend höllescharf Sichuan-Essen waren.
Appetitlosigkeit? Leider nein.
Müdigkeit? Ja, immer, aber wenn man auch immer bis spät auf ist und trotzdem früh aufsteh, ist das völlig normal finden wir. Wir haben keine MALARIA! Wär ja auch noch viel zu früh! Und seitwann kriegt man da viele rote Pusteln, die tierisch jucken?
An der Kopfhaut auch? Nein, bis jetzt noch nicht.
Seit wann genau? Seit Montag, werden ständig mehr.
Wassergefüllte Bläschen irgendwo? Wenn ich's aufkratze, tritt Flüssigkeit aus.
Juckt? Wie blöd juckt DAS!
Als er uns das und noch viel mehr ungefähr 20 Minuten gefragt hat, die Dinger angeschaut hat, meint er: "Sieht eher wie eine Allergie aus..."

Jetzt haben wir Antihistamintabletten (unsere Sammlung wird größer), einen haufen Wattestäbchen und rosa Pulver in Lösung, jeder sein eigenes Fläschen. Das Fläschen muss man schütteln, so dass sich das Pulver mit der Lösung verbindet, und dann mit den Wattestäbchen, die Pusteln betupfen. Alle. Alle 345.

Arndt sieht danach so aus.

Und wir glauben jetzt, wir sind auf das gute chinesische Mückenabwehrzeug allergisch. Spätestens als es mir beim einreiben, den Klarlack von den Fingernägeln abgeätzt hat, hätte ich vielleicht stutzig werden sollen. Oder dass die schwarze Aufschrift abgeht, wenn man das Mittel an die eigene Flasche bringt, das hätte mich eventuell mehr als einen flüchtigen Gedanken daran verschwenden lassen sollen. Aber es hat sehr gut gegen die Mücken gewirkt. Nächstes mal nehmen wir dann doch den "Agent of choice" den die International-SOS Apotheke empfiehlt. Überredet.

T.I.C.= That Is China

Und ich geh jetzt aufs Laufband, die tollen Strandbilder herträumen. Es juckt.

Dienstag, 4. August 2009

Frühsport in Müi Ne

Ach, wie war das schön, beim Frühsport. Viele tolle Bilder zum Abrufen, wenn wir wieder auf der Tretmühle im Studio rennen.
Im moskitonetzbezelteten Bett gegen kurz nach Sonnenaufgang aufwachen

Aufstehen und die Ausicht von der Veranda geniessen, und langsam die 80 Meter an den Strand gehen.

Am Restaurant den Frühstück-Her-Richterinnen strahlend guten Morgen zurufen

Den Beach Boys beim Sand glattstreichen zusehen während man die müden Knochen und Muskeln reckt und streckt.

Blick nach links, wo um viertel nach sechs immer noch "Sonnenaufgang!" am Himmel geschrieben steht.

Die Bucht von Müi Ne rechts entlang bis zu den Felsen barfuß im Sand joggen (autsch, am abend hat man Steine statt Wadenmuskeln).

Auf halbem Weg den Fischern beim Fang aus den Netzen schütteln und picken zusehen.

Austauch mit Sanh, dem Muscheltaucher (Muscheln gegen Gespräch und Versprechen die Fotos zu ihm zu senden).

Gut, dass er einen Tag später seine Adresse auf einen Zettel Papier geschrieben und mitgebracht hat. Dazu gibt's nochmal Muscheln geschenkt. Ich bin diesmal alleine unterwegs und bewundere seine "Tauchausrüstung" (eine schwarze Taucherbrille aus den 60ern, ein verrosteter Minispaten und ein Obstnetz das er um den Hals hängt) und bekomme sein Frühstück angeboten (Reis mit eingeweichtem Chili-Salzfisch), riecht lecker und sieht auch gut aus, aber ich muss ja noch zurückjoggen.

Dann noch ein bisschen in den Wellen plantschen,

und das ganze Salz schonmal direkt am Strand abwaschen.

Frühaufsteher haben mehr vom Tag.

Durchburch!

Riesen Dank an Arndt für die großartige Recherche!!! Und Dank an den Chaos Computer Club!!! für ihr Open SourceTor-Projekt. Wir sind draussen!

Nun werdet ihr wieder öfter was von uns lesen müssen! Ich darf sogar Bilder auf Picasa hochladen. Mei, ist des scheeee!

Ich freu mir'ne Nudelsuppe!

Dienstag, 28. Juli 2009

Unser Fahrer hat 'ne Meise aber Rückenwind!

Wir sind spätestens seit unserer Ninxia/Inner Mongolia-Tour (das war der Wochenendausflug in die Tengger Wüste) auf Kamikazebusfahrten eingestellt.

Und da wir seit ein paar wenigen Wochen nun auch SELBER in Beijing und um Beijing herum den kleinen grünen Drachen fahren, kann uns in Sachen Verkehrschaos und Chaotenfahrer so schnell nichts aus der Ruhe bringen.

Auch nicht die 4-stündige Fahrt von Saigon nach MüiNe mit dem VietKongBusDriverFromHell (links) am Steuer. Aber sagen muss ich schon, dass hier im Süden von Vietnam die motorisierten Verkehrsteilnehmer einfach nochmal 'nen Zacken zulegen und den größeren Sprung in der Schüssel haben.

Fahren sie in Beijing Auto als ob sie Fahrradfahren, fahren sie hier, als ob immer noch Krieg wäre, und man auf der Flucht ist oder einfach möglichst schnell und holprig den Weg hinter sich bringen muss, weil man verfolgt wird, oder jemanden verfolgt, auch wenn die Straßen komplett verstopft sind.

Als Fußgänger bewegt man sich zügig ohne Hast, aber wie gesagt, wenn man das mal im dicken B 'ne Weile gemacht hat, dann geht das auch hier. Stehenbleiben ist hier wie da lebensgefährlich und sollte unterlassen werden, genauso wie jede spontane schnelle Bewegung in eine andere Richtung als die, die beim Überqueren der Strasse eingeschlagen wurde. Die Mopedfahrer bremsen nicht, sondern weichen aus und erwarten, dass man weitergeht.

Man erzählt sich, es gibt eine Kampagne, die die Gehwege von den rasenden Mopeds befreien will. Gehwege in Saigon in Zukunft also nur noch für Fußgänger und Caféhausstühle und Straßenverkäufer, yuck. Na, da da schaun mer mal wieder vorbe, nächstes Jahr, würd ich sagen. Ich freu mich schon das Spektakel kommendes WoEnde am Abend mit nem kühlen Saigon-Bier in der Hand zu bestaunen, da werden wir 2 Nächte in HCMC verbringen, bevor es wieder nach Hause geht.

Wir sitzen weiter hinten im Bus, so dass wir bequem rechts raus die Landschaft bewundern können, ist auch gesünder, als 4 Stunden künstlich auf Adrenalin gehalten zu werden, weil man vorne einen Platz ergattert hat. Die Tickets sind eh mit Sitzplatzreservierung, und das ist fein so. Ein Platz vorne, am besten hinter dem Fahrer, ist mir zwar im Prinzip der Liebste, da dort weniger Gewackel, und deswegen weniger Kotzbrechgefahr, aber mir wird in Asien nicht schlecht im Überlandbus.

Ich kann nicht kotzen während ich Angst um mein Leben, oder das von anderen Verkehrsteilnehmern habe, bzw. wenn die Aussicht so anders und toll ist, dann bin ich viel zu sehr mit Staunen beschäftigt oder ärgere mich, dass ich nicht schnell genug die Kamera schussbereit habe, und bin insgesamt einfach viel zu glücklich zum Reiern.

Wir überqueren den Mekong, hier eine ziemlich braune, schlammige Soße, und es dauert fast eineinhalb Stunden, bis wir den Großraum von HCMC verlassen haben. Nicht weil die Stadt so groß ist, ist sie schon, aber verglichen mit unserem Beijing dann doch nicht wirklich, sondern weil wir mehr stehen als fahren, der morgendliche Verkehr ist zäh, und hier gibt es keine sechsspurige Stadtautobahn, die die Blechlawine schneller voranbringen könnte.
Die Autos stehen zweispurig in unsere Richtung, ab und zu bricht der Fahrer auf den unbefestigten Seitenstreifen aus, der 4 Meter breit ist und gleichzeitig als Bürgersteig, Parkplatz, Überholspur für Mopeds und Ladengeschäft dient. Mühsam ernärt sich das Eichhörnchen.

Als wir einigermaßen aus der Stadt raus sind und wider Erwarten keinerlei Mopedfahrer zwischen uns und nem anderen Bus/Laster/Auto zerquetscht haben, kann man auf den Sitzen der leeren hintersten Reihe sogar ein Nickerchen machen. Arndt zieht mit dem Einheimischen im Nickerchen-Wettbewerb zunächst gleich, und überholt ihn sogar. Die Disziplin Wer-schnarcht-am-Lautesten gewinnt dann wieder der Vietnamese.

Wir machen eine kleine Pause, zum Auftanken und Pinkeln, und Vorräte auffüllen. Die Toiletten sind hier Schüsseln, und man tauscht die Strassenschuhe gegen Badeschlappen aus, bevor man eintritt. Das Papier wird aber auch hier in der Regel im Eimer daneben gesammelt, und nicht in die Toilette geworfen.

Es ist sehr grün hier in Vietnam, eine Augenweide, wenn man sonst den ganzen Tag von Hochhäusern und Beton umgeben ist. Die ganze Gegend hier ist eine Wohltat für unsere Augen und die Nasen!

Je näher wir MüiNe kommen, desto mehr Drachfrucht-Plantagen säumen links und rechts die Straße. Die langen und eher schmalen kaktusartigen Blätter werden an kurzen Betonpfeilern hochgebunden und wachsen in buschförmige Gewächse, einem Medusenkopf nicht unähnlich. Wie bei den Orangen hängen auch bei der Drachenfrucht-Medusa Blüten und Früchte gleichzeitig in voller Pracht am Baum.

Und ich geh jetzt wieder zu den Kokosnüssen auf meine Lieblingsliege. Arndt hat hoffentich schon seine zweite Kite-Surf-Lern-Stunde durchziehen können, ist ja immer vom perfekten Wind abhängig, oder hängt einfach noch 'ne Weile mit den genauso coolen Jungs von Windchimes nebenan ab. (Die haben 'ne WebCam, vielleicht könnt ihr ihn ja sehen.)
Ich hab heute schon gelernt wie man den oberleckeren "CaPhe Sua Da" zubereitet.
Ja, ungefähr SO stressig hab ich mir unserem Urlaub am Meer vorgestellt.
Vietnam rocks!

Montag, 27. Juli 2009

Morgens um Sechs in HoChiMinhCity..



Wir machen uns nach einem leckeren Frühstück (u.A. Sommerrollen und Chicken Curry, und Drachenfrucht zum Abwinken) auf den kurzen Weg zur Bushaltestelle. Auf an den Strand! Aber wer hier zu Fuß geht, der ist in der Regel, lebensmüde. Früh am Morgen und mit Beijing als Ausbildungslager haben wir diese Mission spielend gemeistert.

"Die spinnen, die Vietnamesen!", hätte Asterix gesagt. Zum einen gibt's hier nämlich kaum Fahrräder. Alles Mensch besitzt ein Moped, Mofa oder Motorrad. Und wenn in Beijing eine vierköpfige Famile aufs Rad passt, dann passt die hier genausprima auf's Töfftöff.

Zum anderen fährt wer nicht selber motorisiert ist, mit den Moped-Taxis zu seinem Ziel. Die sind viel günstiger als die Auto-Taxis (da sind wir von Beijing, was den Preis angeht so was von verwöhnt!), und bei Stau in der Stadt auch noch viel schneller am Ziel.

Kaum ist man aus dem Hotel raus, und will mal zu Fuß die Gegend erkunden, (ach herrjeh, wer macht denn sowas hier?) wird man auch schon von den entweder auf dem Gehweg wartenden, oder langsam vorbeifahrenden, breit grinsenden Jungs gefragt "Want moto?", oder "Can I help you?". Vietnamesen sind übrigens viel hübscher als der Chinese an sich, nur dass das mal gesagt ist.

Noch sind wir nicht mitgefahren, da ich das Hotel in HCMC so praktisch ausgesucht hab, dass zum Sinh Café nur 200 Meter zu Laufen waren.

Die meisten Bus- und Ausflugsagenturen heissen hier "XYZ Cafe", wie spleening! Es gibt aber immer ein echtes Cafe daneben oder gegenüber, das dazugehört, wie äußerst praktisch! Denn der Vietnamesische Kaffee (ob nun auf Eis oder heiss) ist der beste der Welt! Zumindest der Welt, in der ich schon war und Kaffee getrunken habe! Sorry, Karl!

Wo Menschen abfahren und ankommen, kann man immer auch einiges "on the fly" erwerben. Lychee-Unter und Oberarten, oder..

..Reiseführer wie den Lonely Planet bspw., aber jetzt brauchen wir den auch nicht mehr, haben hier fast überall freies Wi-LAN, und Wikitravel ist ja schon ganz prächtig gediehen, wir werden die Artikel für Müi Ne sicher helfen zu erweitern.

Der Namenstrend der Agenturen scheint jedoch langsam abzuebben, bspw. ist die Busagentur unserer Wahl momentan dabei sich von "SinhCafe" (so heisst dann nur noch das Cafe nebenan das gerade renoviert wird und deswegen vorübergehend nach gegenüber umgezogen ist) zu "TheSinhTourist" umzubenennen. Ob das so gut klappt wie mit der Neutaufe von Saigon?


Leider haben wir bei all dem Spaß und der Freude, dass alles hier so schön neu und laut und bunt ist, und wir so kurzfristig (es ist 06:10 morgens) und problemlos zwei Plätze für den nächsten Direktbus (Abfahrt um 07:45, in eineinhalb Stunden) nach Müi Ne bekommen, irgendwo in HCMC die gelbe Tüte mit dem roten Drachen drauf und dem 7 Jahre alten Havana Club drin stehen lassen. Mei, ein bisschen Schwund gibt's eben immer, und solange es nur der Rum ist...

Der Rumverlust hat uns dann spätestens gestern Abend nach zwei großen Tigern und den Cocktails-statt-Nachtisch überhaupt nicht mehr tangiert.

Sonntag, 26. Juli 2009

Good morning, Vietnaaaaaaaaaam!

Gestern (Samstag) in Saigon aufgewacht. Good morning, Vietnam! Draussen ist es heiss und feucht, aber noch sehr angenehm um halb sechs Morgens. Wir freuen uns den Arsch ab, endlich mal wieder zusammen im Urlaub zu sein! Nix wie los, und vor dem Frühstück schnell noch die Bustickets an den Strand klarmachen.


Am Donnerstag mittag in Beijing entschieden und gebucht und mit 'nem halben Kilo rosa Maogesichter Bar bezahlt.



Am Freitag in Beijing wegen Sommergewitter und Wolkenbruch doch etwas länger auf den Flieger warten müssen, aber wir sind ja nicht doof, der Duty Free Shop bietet alles, was des Wartenden Herz' braucht.



Gate5 heisst unsere Bar, hat sehr bequeme Sessel, Barman Arndt mixt 7-Jahre alten Havana Club mit Coca-Cola in Plastikbechern von Vietnam Arilines, die als Wartezehrung Softdrinks verteilen. Unser Softdrink heisst jetzt "HoChiMinh libre". *Hicks*.

Landung in Hanoi um halb elf Uhr nachts, *gähn*. Superschnell und noch viel superfreundlicher durch den Flughafen der Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam geschleust worden:
1. Einreiseprozedur, inklusive Blitzvisum in weniger als 5 Minuten (Zitat vom Fluggesellschaft-Mann beim Visumsschalter: "NOW sign!", da war der Wisch nicht mal im Ansatz ausgefüllt!) und für 50 US$ für 2 Visa ein echtes Schnäppchen.)
2. Gepäckstück (wir haben zusammen einen Koffer und der wiegt 15 Kg) vom Band holen, durch den Zoll schieben und 100 Meter weiter wieder einem anderen netten, freundlich lächelnden Vietnamesen übergeben.
3. Zum Check-In für den Flug von Hanoi nach Saigon (ich schreib jetzt Saigon, denn kein Mensch sagt hier HCMC oder HoChiMinhCity, sogar die Tankstellen heissen "Saigon Petrol" und die Busse fahren "Saigon - Müi Ne - Saigon'" usw.) begleitet worden, und ab ans Gate, wo auch schon das Boarding begonnen hat, als wir um die Ecke biegen. Wir sind die Könige des Timings, und SO fühlt sich Urlaub an, jawoll.
Und weil's wirklich suuuperschnell ging, gibts kein einziges Foto! "Huuusch-huuusch war'n wir auch schon wieder draussen, aus Hanoi!"


Und ich geh jetzt erstmal an den Strand, auf die vierte oder fünfte Liege von links, da wartet Arndt schon mit zwei frischen Kokosnüssen. Denn ich schreibe von der Veranda unserer Holzhütte aus. Das mit den Bustickets hat gestern nämlich ganz hervorragend funktioniert. Die Kamikaze-Busfahrt haben wir auch überlebt, Spitzen-Frühstück gab's auch schon und mehr Bilder und Text gibt's später, wenn ich genug geschwommen und geschwitzt habe.