Montag, 27. Juli 2009

Morgens um Sechs in HoChiMinhCity..



Wir machen uns nach einem leckeren Frühstück (u.A. Sommerrollen und Chicken Curry, und Drachenfrucht zum Abwinken) auf den kurzen Weg zur Bushaltestelle. Auf an den Strand! Aber wer hier zu Fuß geht, der ist in der Regel, lebensmüde. Früh am Morgen und mit Beijing als Ausbildungslager haben wir diese Mission spielend gemeistert.

"Die spinnen, die Vietnamesen!", hätte Asterix gesagt. Zum einen gibt's hier nämlich kaum Fahrräder. Alles Mensch besitzt ein Moped, Mofa oder Motorrad. Und wenn in Beijing eine vierköpfige Famile aufs Rad passt, dann passt die hier genausprima auf's Töfftöff.

Zum anderen fährt wer nicht selber motorisiert ist, mit den Moped-Taxis zu seinem Ziel. Die sind viel günstiger als die Auto-Taxis (da sind wir von Beijing, was den Preis angeht so was von verwöhnt!), und bei Stau in der Stadt auch noch viel schneller am Ziel.

Kaum ist man aus dem Hotel raus, und will mal zu Fuß die Gegend erkunden, (ach herrjeh, wer macht denn sowas hier?) wird man auch schon von den entweder auf dem Gehweg wartenden, oder langsam vorbeifahrenden, breit grinsenden Jungs gefragt "Want moto?", oder "Can I help you?". Vietnamesen sind übrigens viel hübscher als der Chinese an sich, nur dass das mal gesagt ist.

Noch sind wir nicht mitgefahren, da ich das Hotel in HCMC so praktisch ausgesucht hab, dass zum Sinh Café nur 200 Meter zu Laufen waren.

Die meisten Bus- und Ausflugsagenturen heissen hier "XYZ Cafe", wie spleening! Es gibt aber immer ein echtes Cafe daneben oder gegenüber, das dazugehört, wie äußerst praktisch! Denn der Vietnamesische Kaffee (ob nun auf Eis oder heiss) ist der beste der Welt! Zumindest der Welt, in der ich schon war und Kaffee getrunken habe! Sorry, Karl!

Wo Menschen abfahren und ankommen, kann man immer auch einiges "on the fly" erwerben. Lychee-Unter und Oberarten, oder..

..Reiseführer wie den Lonely Planet bspw., aber jetzt brauchen wir den auch nicht mehr, haben hier fast überall freies Wi-LAN, und Wikitravel ist ja schon ganz prächtig gediehen, wir werden die Artikel für Müi Ne sicher helfen zu erweitern.

Der Namenstrend der Agenturen scheint jedoch langsam abzuebben, bspw. ist die Busagentur unserer Wahl momentan dabei sich von "SinhCafe" (so heisst dann nur noch das Cafe nebenan das gerade renoviert wird und deswegen vorübergehend nach gegenüber umgezogen ist) zu "TheSinhTourist" umzubenennen. Ob das so gut klappt wie mit der Neutaufe von Saigon?


Leider haben wir bei all dem Spaß und der Freude, dass alles hier so schön neu und laut und bunt ist, und wir so kurzfristig (es ist 06:10 morgens) und problemlos zwei Plätze für den nächsten Direktbus (Abfahrt um 07:45, in eineinhalb Stunden) nach Müi Ne bekommen, irgendwo in HCMC die gelbe Tüte mit dem roten Drachen drauf und dem 7 Jahre alten Havana Club drin stehen lassen. Mei, ein bisschen Schwund gibt's eben immer, und solange es nur der Rum ist...

Der Rumverlust hat uns dann spätestens gestern Abend nach zwei großen Tigern und den Cocktails-statt-Nachtisch überhaupt nicht mehr tangiert.

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