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Sonntag, 16. August 2009

Cloud 9

P1010730 - Share on Ovi Jin Mao Tower, Pudong, Shanghai, 87./88. Etage, ne echte Cloud 9.
Im Club der höchsten Bars der Welt ist die Skybar des Grand Hyatt Pudong vorne mit dabei und wir kriegen einen Fensterplatz, haben klaren Himmel und eine fantastische Aussicht.
Nach einem nicht ganz so "Rock'n Roll"-igen Linkin' Park Konzert im Olympiastadion, geniessen wir die After Hour bei Long Island Ice Tea (Arndt) und meinem ersten Singapore Sling. Wer mehr sehen will: Cloud 9 Google Bildersuche

Freitag, 14. August 2009

Tomorrow Square, Morgenturm

< Nachdem es nur noch tröpfelt beschliessen wir ins Marriott-Hotel zu gehen, von der Lobby soll man die Innenstadt schön von oben bestaunen können.

Das Marriott "versteckt" sich in diesem hübschen Wolkenkratzer. Die Reze und Lobby ist im 38. Stock, das Hotel reicht dann bis in die Spitzen.

Wer hat hier von wem abgekuckt? Herr der Ringe lässt grüßen..

Schöne Lobby, güldene Aufzüge, nette Aussicht. Einmal hier das Penthouse haben. Bú cùo! (Nicht schlecht, wie der Chinese sagt. Naja, eigentlich sagt er "Nicht falsch", aber die Yodasprache muss man halt nochmal durch den Textprozessor schicken. Die Steigerung ist "Viel nicht falsch", yuck. Lernen, wie man hier tickt kann man über die Sprache.)

RenMin Square, Platz des Volkes

Duschen, Nickerchen, unsere Tickets werden geliefert. Ich reiss voller Vorfreude den Umschlag auf, und geb Arndt die Karten. Er sagt:; "Spitze. Reihe 18 Sitz 2 und 4...äh?" Ich sag: "Nee, oder?! Ach nee, kann ja wohl nicht sein, argh?!" Wir hoffen, da das ja ein Leichtathletik- und Fußballstadion ist, können die vielleicht keine anderen Karten ausdrucken als mit Reihen- und Sitznummern drauf...tja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt. Ich meine, Linkin Park und dann BESTUHLT?????? Morgen werden wir's ja sehen...

Unser zweiter Spaziergang, führt uns um den Platz des Volkes, und beginnt drei U-Bahnhaltestellen weiter nördlich. Unser Hotel liegt perfekt zentral, zwischen Innenstadt und Stadion, direkt an der U-Bahnlinie 1, die wir auch wieder nehmen.
Die Engländer scheinen die roten Telefonzellen vergessen zu haben.

In unmittelbarer Nähe um den Platz stehen alle wichtigen historischen Kaufhäuser und Hotels und Theater. Dies hübsche Art Deco Haus in Braun ist das Park Hotel und war bis 1980 das höchste Gebäude in ganz Asien. Stell man sich das mal vor! Es wurde 1934 als Bank erbaut mit einem Restaurant im obersten Stock, dessen Dach weggefahren werden konnte, so dass die Dinnerparty unter Sternen stattgefunden hat.

Von von 1862 bis 1941 war der Platz des Volkes die ShangHaier Pferderennbahn. Nun kann man hier in einem schönen angelegten Park spazierengehen und die frische Luft geniessen.
Obwohl es nach Regen aussieht, die Beete müssen gewässert werden.

So langsam fängt es an zu tröpfeln, wir wissen, hier gibt's irgendwo ein Starbucks mit Dachterrasse, und finden ihn auch ohne Probleme, obwohl der Eingang parkseitig etwas hinter Büschen und Bäumen versteckt ist. Wir kriegen noch nen trockenen Platz unter dem Sonnenschirm auf dem Dach, und sitzen den Schauer mit Kaffee, Zeitung, Reiseführer und Aussicht geniessen aus.

Wer mit dem Nachtzug reist...

... hat mehr vom Anreisetag. Erstmal mit dem Taxi vom Bahnhof zum Hotel. Die ShangHaier Taxen sind pastellmetalligfarben mit Silberstreif (rosa, mint, hellblau). Erstmal ab ins Hotel und unser Zimmer klarmachen, schliesslich sollten wir so bald wie möglich Kelly vom Ticketservice unsere Zimmernummer übermitteln, damit der Kurier der die Konzerttickets überbringt, an der Reze die richtige Nummer aufsagen kann. Ha, schon wieder fast wie bei "Spion & Spion".

Nettes Zimmer im vierten Stock mit Gartenblick im ruhigen "Anting Villa Hotel", einem chinesisch geführten Haus (wir wohnen bisher noch im Urlaub lieber in Lokalkolorit, haben zuhause den ganzen Tag Weststandard, da will man mal was anderes sehen) im French Concession Viertel, das auf Chinesisch einfach LaoWeiJu = Ausländerviertel heisst.

Häuserstil im French Concession - seeeeehr europäisch, aber klar, bei der Kolonialgeschichte..

Weil wir so langsam einen gewaltigen Unterzucker verspüren und die Ticketanlieferungsdetails ausgetauscht wurden, gehen wir auf Erkundungstour und Nahrungsjagd im Viertel.
Essen finden ist in China ja nicht schwer, die Teekanne ist in diesem schnuckeligen Laden der Essigspender. Brauner Reisessig und Chillipampe sind nämlich die offiziellen Pimp-Up Zutaten für Nudelgerichte aller Art.

Zum Teetrinken, Schwätzchen halten und Kartenspielen trifft man sich gerne. Hier muss man sogar einen Tisch reservieren, sonst

kann man gleich im Elektrorolli sitzen bleiben.

In Beijing nimmt man Stahlstangen, die man mit Eisenschellen zu Gerüsten zusammenschreubt, wenn man ein Haus baut oder renoviert. In ShangHai verwendet man Bambusstangen und -Matten, und verknüpft sie mit Seilen. Sieht spannend aus.

Nach einem Nachschlag an der Hausecke (Klebreisbällchen mit Schweinehack gefüllt, ein wirklich saftiges, klebriges Leckerchen) von dem netten Herrn im Fenster rechts, ist der Bauch nun richtig voll, und eine kleiner Müdigkeitsanfall überkommt uns.

Es ist eh viel zu heiss um zur Mittagszeit weiter in der Stadt rumzulaufen und wir sind durch mit dem im Lonely Planet beschriebenen Spaziergang. Eine Siesta ist jetzt genau das richtige.

Das denkt sich auch die Wachkatze, und kringelt sich auf dem Mopedsitz zusammen. Gähn.

Donnerstag, 13. August 2009

Was man so "weich" nennt

Weich ist anders. Aber hart auch. Der Bahnhof in Beijing ist Donnerstags nicht sehr bevölkert, reinkommen kann man nur, wenn man seine Tickets vorzeigt. Dann schiebt man seine Taschen natürlich durch den Security-Röntgenapparat, und begibt sich in den Warmduscher-Warteraum für seinen Zug.

Von dort kann man dann nach Aufruf, wieder nach Vorzeigen seines Tickets (ohne Passierschein geht hier gar nix, da könnte ja jeder auf den Bahnsteig sonst!), zum entsprechenden Gleis gehen, das man auf den Übersichtsbildschirmen auslesen kann. Für so einfache Worte wie ShangHai (ObenMeer) brauchen wir auch keine PinYin-Transkription mehr, weil unsere Mausi immer darauf achtet, dass wir auch die Zeichen malen (hüstel, nicht malen, schreiben natürlich!) lernen.

Also, geschlafen haben wir sehr gut. Nach jeweils zwei steifen Gin-Tonic kann die Matratze schliesslich noch so hart sein. Erfarungsgemäß schadet es nicht, da auf Nummer sicher zu gehen, und sich ordentlich zu betäuben. Von Zugfahrten in China haben wir auch schon so einiges abenteuerliches gelesen, aber irgendwie hab ich mir bei dem stolzen Preis von 750 RMB schon gedacht, dass wird kein Platz auf dem Gangstockbett werden.

Wurde es auch nicht, wir hatten, zusammen mit einem Pärchen aus SuZhou (einzige Station an der der Zug noch hält, ausser Shanghai, und das auch nur 'ne halbe Stunde vorher), eine richtige Luxuskabine. Und die haben mal sowas von deutliches Mandarin gesprochen, wenn wir nur mehr Vokabeln könnten wäre das noch viel lustiger geworden. Er hat sich mit Bier und Wurst begnügt, wir hatten unsere Gin Tonic mit chinesichen TUC, ich musste dreimal pinkeln nachts, und die Toiletten wurden sogar über Nacht gereinigt!

Hausschlappen, Wasser heiss und kalt, zwei weiche Kissen, Zudecke, Kleiderbügel, Fernseher mit Kopfhörer (jeder seinen eigenen), Radio, Leselampe, Zimmerservice (äh, Schlafabteilservice), nächtliche Ruhe vom Feinsten. 10h Zugfahrt, die mal sehr entspannt war. Jederzeit wieder, sowas.

Gut, dass wir soviel GinTonic hatten, sonst wären wir ohne Schädelweh und total frisch und erholt in Shanghai angekommen. *grins*

Women dao le, ni hao ShangHai!

Mit dem Nachtzug nach Shanghai

Taschen gepackt, Gin in kleine Plastikflasche abgefüllt, Watsons Tonic dürfen wir dann halt nicht im Kühlschrank vergessen, Reise-Backgammon (Danke Mädels, das leistet hier auch tolle Dienste) ist griffbereit verstaut, Arndt duscht noch schnell, die Sonne geht rot hinter Central Park unter. In einer halben Stunde steigen wir ins Taxi und machen unsere erste Zugfahrt in China.

Und da wir ja schon die härtesten Hotelbetten hatten, haben wir "Soft-Sleeper" gebucht. Wir Warmduscher! Bin mal gespannt wie dick die Matte auf dem Holzbrett ist.

Wir werden berichten, wenn wir wieder (dann aber mit dem Flieger am Sonntag) zurück sind.

Linkin Park, wir kommen! Morakot ist ja schon wieder weg, auf ein schönes Wochenende!