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Mittwoch, 22. September 2010

Hammel-Haxn BBQ im Hutong

Grad noch in der High-End superschickimicki-gen Bar, schon wieder im alten Beijinger Hutong beim Selbergrillen. Endlich mal geschafft, zum Einen genügend Leute für die Haxe zusammenzukriegen, dann auch noch während der Abendessen-Rushhour soviel Platz vorzufinden, dass geschwind von drinnen ein großer Tisch nach draussen auf die Gass gebracht werden konnte.
Superlustiger Laoban, seine Frau steht in der Küche und bereitet das Grillgut und die Vorspeisen zu, er grillt die Haxen draussen vor, und setzt das angegrillte Füßlein dann mitsamt dem Grill auf unseren Tisch. Jeder zweite kriegt ne lange Fleischgabel und ein ebensolanges Steakmesser.

Ausserdem wird uns noch ein Tablett mit verschiedenen Marinaden, Chillis, Kreuzkümmel, Salz und zerstossenen Erdnüssen zum Würzen hingestellt, es duftet schon so lecker, dass uns das Wasser im Munde zusammen läuft. Die Vorspeisen sind ja auch schon aufgefuttert und die Jungs haben Fleischhunger.
Die "Wie-grill-ich-mir-ne-Haxe-auf-dem-Tisch"-Einführung vom Laoban (dem Chef) ist auf Chinesisch und kurz und mit viel Gestik verbunden. Danke Susi, fürs Übersetzen der nicht verstandenen Details (Curry-Öl und/oder Sojabohnenpaste draufstreichen, salzen, und kräutern und grillen, die äußeren Teile abschneiden und unten auf dem Rost nach Bedarf weiterknuspern lassen, schmecken lassen).
Die kleinen Spiesschen mit Hühnerflügel und Hühnerherzen legen wir nach dem Würzen einfach auch unten auf den Rost. Schade, dass die Cocktailtomatenspiesschen schon aus sind, dafür bestellen wir Hefebrotscheiben, die gegrillt auch klasse schmecken.

Sobald der Laoban was von drinnen braucht, lässt er nicht etwa seine Vorgrillhaxe im Stich und geht selber rein, nein, er pfeift kurz und schrill und schon streckt seine Taitai (seine Angetraute) den Kopf hinter dem Türvorhang vor und ruft "Wei!" oder "Ah" und tut dann wie ihr geheissen.
So wird uns Essen gebracht, Bier gezapft und ausserdem Weisheiten ausgetauscht, wie gut und echt doch diese Nachbarschaft, dieser Hutong ist im Vergleich zur Nanluoguxiang, die leider leider komplett renoviert (abgerissen und neugebaut) wurde, und nun vor hippen Bars und In-Restaurants und chinesischen und westlichen Touristen zuhauf heimgesucht wird.
Fazit: Fleischqualität (kauft er von den MuSeLin, den Moslem, wie er uns verrät) extraklasse, keinerlei Stallgeschmack, zart und saftig und nur das gute Fett dran, das wunderbar knusprig und lecker grillt. Service ebenso vom Feinsten. Preis unschlagbar: alle 7 satt und betrunken (ok, Phillip durfte keinen Alk wegen Medis, also alle 6 betrunken) wie die Feldhaubitzen für 280 RMB.
Es gab heute sicher keinen schöneren Platz um das Mittherbstfestival-Mondkucken zu zelebrieren.

Dienstag, 21. September 2010

Atmosphere Bar im 80sten Stock gegenüber

Trinken mit Aussicht.
Haben ja wirklich ein Weilchen drauf gewartet hochklassigen Whiskey Sour mit Aussicht geniessen zu dürfen.
Nun ist sie eröffnet. Konnten das vom Schlafzimmerfenster gut beobachten.
Die dort weilen könnten uns im Schlafzimmer auch gut sehen, auch von näher, wenn se eins der Fernrohre benutzen täten.
Macht aber nix, bespannt werden tut ja nicht weh.
Leider waren wir etwas zu spät, um den ganzen Sonnenuntergang zu bestaunen, genug zum Schauen gibt's trotzdem. Drinnen und natürlich nach Draussen, die höchste Bar Beijings, super Drinks, und das so nahe. Da werden wir noch öfters sundownen. Mehr von der Atmosphere Bar, vor allem ein paar Innenansichten, im Blog Beijing Boyce.

Freitag, 4. Dezember 2009

Tjaaaaaa, was soll ich sagen....

... pünktliche Deutsche aber auch! Und dann wir, drei Stunden später als eingeladen wurde, vorm Südtor.

Keine Taxischlange, keine Ansammlung Menschen, die grad reingelassen werden, nur geschlossene Tore und chinesische Wachsoldaten. Und hier und da und im Innenhof noch ein paar Laternen an.
Hm. Hab ich mich im Datum vertan? Die Mail kam doch Anfang dieser Woche, und es hiess "diesen Donnerstag". Oder hab ich sie letzten Freitag gelesen, und es nicht geschnallt?

*Grübelgrübel* Wirklich seltsam, vielleicht geht's zum Botschaftsbarkeller ja hinten rein, also nix wie zu dem Eingang, den Arndt besonders gut leiden kann, weil da geht's ja eigentich zu seiner speziellen Freundin Frau K. vom konsularischen Dienst.

Fehlanzeige, am Hintereingang sieht's noch "geschlossener" aus als vorne, auch hier nur Wachen und kein Zeichen von Barkeller, Party oder Bratwurst. Über die Mauer scheinen ein paar bunte Glühbirnen, wir vermuten, das ist das, was noch vom Weihnachtsmarkt rumhängt.

Nun ja, was macht man, wenn man in Nord-SanLiTun an einem Donnerstag abend gegen halb neun unterwegs ist, und die Bar der Wahl nicht findet oder geschlossen ist? Genau. Man geht nach Süd-SanLiTun in die Nächste.

P1030130 - Share on Ovi Und weil wir heute wohl keine Bratwurst auf deutschem Boden mehr kriegen, und weil wir schon lange mal in die Fubar wollten, und man da durch die Hot-Dog-Bude mit Namen "Stadium-Dog" durch muss, laufen wir schnell durch die Kälte zum Workers' Stadium und fast einmal drumrum, zum Tor 10.

P1030123 - Share on Ovi Arndt schnappt sich den Classic Beef-Dog ich nehm' das italienische Würstchen und wir hauen uns Dressings und Toppings drauf, soviel geht. Yuck, schmeckt wie ein Hot-Dog halt, keine kulinarische Herausforderung.
P1030129 - Share on Ovi Die versteckte Tür haben wir auch schnell gefunden. ein Knopfdruck, und die Wand sesamöffnet sich. Wir sind immer noch rechtzeitig dran um zur (heute ausnahmsweise bis 10 erweiterten!) Happy-Hour zwei wunderbare Cosmopolitan und einen British Columbia Ice Tea zu trinken.

Als wir ausreichend beschwipst sind, und Arndt den Ice Tea noch mit zwei TsingTao runtergespült hat, spazieren wir durch die klare Nacht nach Hause.

Ein klasse Feierabend! Fubar, definitiv eine Bar zum öfters hingehen! Hatte schon vergessen, wie lecker ein Cosmo schmeckt! Ein Glück, dass wir zu spät für den Botschaftskeller waren!!

(Wir waren übrigens nicht am falschen Tag da, ich hab mich nicht geirrt. Wir waren wohl nur viel zu spät dran. Ist ja immer so mit diesen deutschen Botschaftsveranstaltungen: Es gibt eine Mindestanzahl Menschen die reindürfen (weil ja auch nicht unendlich viel Platz ist) dann machen sie zu. Macht aber nix, klappt dann eben das nächste Mal.)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Wir trinken die Botschaft!

HenkelTrockenFreeFlow - Share on Ovi Heute, ab 17:30, Barkeller der deutschen Botschaft, DeGuo DaShiGuan, SanLitun.

Lieber Schutzengel, bitte lass mich nie wieder so viel Henkel Trocken und Riesling trinken wie am 9. November 2009!

Ich hab zwei Tage gebraucht um drüber wegzukommen, und musste meinen Ausflug mit dem CCC absagen. Wollte nicht Gefahr laufen in diesem Un-Zustand (mit Ringen unter den Augen und grün im Gesicht) zu den Mitt-Herbst-Festival Feierlichkeiten für eine BBC-Dokumentation interviewt zu werden. *lach*

Lass mich auch nicht von anderen alkoholischen Getränken so viel trinken, dass ich mit Schotten unterm Stehtisch im Schneidersitz hocke, versteckt durch ein bodenlanges Tischtuch, und den Umstehenden die Schnürsenkel aufziehe.

Danke.

*Grübel* ... Ach, vergiss es! War so klasse!! :-P


Falls die mich überhaupt nochmal auf das Botschaftsgelände lassen. Jetzt ist mir auch klar, warum es eine Passkontrolle am Eingang gibt. Aber Arndt wird mich schon reinschmuggeln dann.

Ich fahr jetzt mal mit dem Jeep (heute ist unser Fahrverbotstag, und deswegen ist Arndt mit dem Taxi zur Arbeit) zum Wal-Mart Obst und Milch für uns und Tütensuppen für Deutschland kaufen. :-P

Dienstag, 11. August 2009

Japanisches Bier und Sushi

Und weiter geht's in der Reihe: Was machen die denn, ausser Arbeiten?

Die zwei Bequem-Sessel mit Fußablage gehören zum Japaner gegenüber, im Central Park. Wir müssen dafür halt über die Straße und um zwei Häuser rum laufen.

So lässt sich's gut noch ein bisserl arbeiten (ich) oder im Reiseführer Shanghai lesen (Arndt).

Bevor wir uns dann das Bier und die leckeren frischgemachten Fisch-Häppchen schmecken lassen. Sieht nicht nur aus, wie auf der eigenen Terrasse, fühlt sich auch so an! Nur, dass man wunderbar unaufdringlich bedient wird.

Guten Abend!
Mentale Notiz: 2 solche Sessel finden und kaufen!

Montag, 10. August 2009

UFO Sichtung überm Ritan Park

"Wieviele UFO Sichtungen es in Beijing wohl gibt, pro Tag?" überlegt Arndt laut. Wir glauben, keine einzige. Jedes Kind weiss, dass hier alles was wie ein UFO aussieht und blinkt, und eine blinkende Spur zurück zur Erde hat, ein Steigdrachen ist.

Wir freuen uns, die kurze Wartezeit bis die Klamotten beim Schneider (Hosenflicken und Reissverschluss von Burton Jacke auswechseln) fertig geflickt sind, im Ritan Park verbringen zu können. Waren schliesslich schon länger nimmer abends hier.

Immer ein Quell der Ruhe und Besinnlichkeit, gerade auch wenn man auf dem Sonnenaltar liegt und den Drachensteigern beim Fachsimpeln und Steigenlassen zuschauen kann.

Die lassen aber auch Teile in den Himmel! Das hat nix mehr mit Kinderspielzeug zu tun.