Freitag, 14. August 2009

Wer mit dem Nachtzug reist...

... hat mehr vom Anreisetag. Erstmal mit dem Taxi vom Bahnhof zum Hotel. Die ShangHaier Taxen sind pastellmetalligfarben mit Silberstreif (rosa, mint, hellblau). Erstmal ab ins Hotel und unser Zimmer klarmachen, schliesslich sollten wir so bald wie möglich Kelly vom Ticketservice unsere Zimmernummer übermitteln, damit der Kurier der die Konzerttickets überbringt, an der Reze die richtige Nummer aufsagen kann. Ha, schon wieder fast wie bei "Spion & Spion".

Nettes Zimmer im vierten Stock mit Gartenblick im ruhigen "Anting Villa Hotel", einem chinesisch geführten Haus (wir wohnen bisher noch im Urlaub lieber in Lokalkolorit, haben zuhause den ganzen Tag Weststandard, da will man mal was anderes sehen) im French Concession Viertel, das auf Chinesisch einfach LaoWeiJu = Ausländerviertel heisst.

Häuserstil im French Concession - seeeeehr europäisch, aber klar, bei der Kolonialgeschichte..

Weil wir so langsam einen gewaltigen Unterzucker verspüren und die Ticketanlieferungsdetails ausgetauscht wurden, gehen wir auf Erkundungstour und Nahrungsjagd im Viertel.
Essen finden ist in China ja nicht schwer, die Teekanne ist in diesem schnuckeligen Laden der Essigspender. Brauner Reisessig und Chillipampe sind nämlich die offiziellen Pimp-Up Zutaten für Nudelgerichte aller Art.

Zum Teetrinken, Schwätzchen halten und Kartenspielen trifft man sich gerne. Hier muss man sogar einen Tisch reservieren, sonst

kann man gleich im Elektrorolli sitzen bleiben.

In Beijing nimmt man Stahlstangen, die man mit Eisenschellen zu Gerüsten zusammenschreubt, wenn man ein Haus baut oder renoviert. In ShangHai verwendet man Bambusstangen und -Matten, und verknüpft sie mit Seilen. Sieht spannend aus.

Nach einem Nachschlag an der Hausecke (Klebreisbällchen mit Schweinehack gefüllt, ein wirklich saftiges, klebriges Leckerchen) von dem netten Herrn im Fenster rechts, ist der Bauch nun richtig voll, und eine kleiner Müdigkeitsanfall überkommt uns.

Es ist eh viel zu heiss um zur Mittagszeit weiter in der Stadt rumzulaufen und wir sind durch mit dem im Lonely Planet beschriebenen Spaziergang. Eine Siesta ist jetzt genau das richtige.

Das denkt sich auch die Wachkatze, und kringelt sich auf dem Mopedsitz zusammen. Gähn.

1 Kommentar:

  1. *lach* Hammer-Fotos!!! Immer wieder schön euch zu sehen. Ach und übrigens auf Ankes und meinem Blog gibt es mittlerer Weile einen countdown der uns direkt in eure Arme führt - oh ich freu mich so und kann es kaum erwarten diese doch so völlig andere Welt kennenzulernen. Das Gerüst!!! Ich schmeiß mich weg!

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