Donnerstag, 10. Dezember 2009

Weihnachtsgeschenkeprojekt 2009

P1030335 - Share on Ovi Kommt es immer noch gut an, was selbstgemachtes zu verschenken?
Ich habe keine Ahnung, nur dass ich mich immer freue, wenn ich was selbstgemachtes bekomme, deswegen investiere ich ein wenig Geld und viel mehr Zeit um selbstgemachtes La Jiao You (Chilie Erdnuss-Öl zum Würzen von kalten und warmen Speissen, Spiesschen, Gurken, Suppe, you name it) zu fabrizieren, das mit in die WalMart-Beijing-Gschenktetüten zu den Laternen, Jianzi, Nudelsuppen, Schnapps und dem anderen Krams gepackt wird.
Das Ziel: alle 25 mühsam gesammelten "Bonne Maman"-Marmeladenglässchen mit scharfem Pamps zu füllen.

4h später: Mission erfüllt. Getrocknete Chillies hacken dauert doch länger als vermutet...
Dann mal flugs mit dem Packen anfangen, denn morgens geht's auf nach Schland. Mehr Bilder bei Klick aufs Bild.

Samstag, 5. Dezember 2009

Wintermärchen Sommerpalast

P1030200 - Share on Ovi Ein wunderschöner Winterspaziergang in Kaiserin Xixis Sommerpalast. Auf dem Damm um den südlichen See rum, zum großen Stoneboat und auf den Palasthügel rauf.
Dann gab's zum Finger wärmen und gegen den aufkommenden Unterzucker zwei Sorten Süßkartoffeln vom Strassenhändler.

Klick auf's Bild und ihr kommt zum Ovi-Album mit mehr Winterpalastbildern.

Freitag, 4. Dezember 2009

Tjaaaaaa, was soll ich sagen....

... pünktliche Deutsche aber auch! Und dann wir, drei Stunden später als eingeladen wurde, vorm Südtor.

Keine Taxischlange, keine Ansammlung Menschen, die grad reingelassen werden, nur geschlossene Tore und chinesische Wachsoldaten. Und hier und da und im Innenhof noch ein paar Laternen an.
Hm. Hab ich mich im Datum vertan? Die Mail kam doch Anfang dieser Woche, und es hiess "diesen Donnerstag". Oder hab ich sie letzten Freitag gelesen, und es nicht geschnallt?

*Grübelgrübel* Wirklich seltsam, vielleicht geht's zum Botschaftsbarkeller ja hinten rein, also nix wie zu dem Eingang, den Arndt besonders gut leiden kann, weil da geht's ja eigentich zu seiner speziellen Freundin Frau K. vom konsularischen Dienst.

Fehlanzeige, am Hintereingang sieht's noch "geschlossener" aus als vorne, auch hier nur Wachen und kein Zeichen von Barkeller, Party oder Bratwurst. Über die Mauer scheinen ein paar bunte Glühbirnen, wir vermuten, das ist das, was noch vom Weihnachtsmarkt rumhängt.

Nun ja, was macht man, wenn man in Nord-SanLiTun an einem Donnerstag abend gegen halb neun unterwegs ist, und die Bar der Wahl nicht findet oder geschlossen ist? Genau. Man geht nach Süd-SanLiTun in die Nächste.

P1030130 - Share on Ovi Und weil wir heute wohl keine Bratwurst auf deutschem Boden mehr kriegen, und weil wir schon lange mal in die Fubar wollten, und man da durch die Hot-Dog-Bude mit Namen "Stadium-Dog" durch muss, laufen wir schnell durch die Kälte zum Workers' Stadium und fast einmal drumrum, zum Tor 10.

P1030123 - Share on Ovi Arndt schnappt sich den Classic Beef-Dog ich nehm' das italienische Würstchen und wir hauen uns Dressings und Toppings drauf, soviel geht. Yuck, schmeckt wie ein Hot-Dog halt, keine kulinarische Herausforderung.
P1030129 - Share on Ovi Die versteckte Tür haben wir auch schnell gefunden. ein Knopfdruck, und die Wand sesamöffnet sich. Wir sind immer noch rechtzeitig dran um zur (heute ausnahmsweise bis 10 erweiterten!) Happy-Hour zwei wunderbare Cosmopolitan und einen British Columbia Ice Tea zu trinken.

Als wir ausreichend beschwipst sind, und Arndt den Ice Tea noch mit zwei TsingTao runtergespült hat, spazieren wir durch die klare Nacht nach Hause.

Ein klasse Feierabend! Fubar, definitiv eine Bar zum öfters hingehen! Hatte schon vergessen, wie lecker ein Cosmo schmeckt! Ein Glück, dass wir zu spät für den Botschaftskeller waren!!

(Wir waren übrigens nicht am falschen Tag da, ich hab mich nicht geirrt. Wir waren wohl nur viel zu spät dran. Ist ja immer so mit diesen deutschen Botschaftsveranstaltungen: Es gibt eine Mindestanzahl Menschen die reindürfen (weil ja auch nicht unendlich viel Platz ist) dann machen sie zu. Macht aber nix, klappt dann eben das nächste Mal.)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Wir trinken die Botschaft!

HenkelTrockenFreeFlow - Share on Ovi Heute, ab 17:30, Barkeller der deutschen Botschaft, DeGuo DaShiGuan, SanLitun.

Lieber Schutzengel, bitte lass mich nie wieder so viel Henkel Trocken und Riesling trinken wie am 9. November 2009!

Ich hab zwei Tage gebraucht um drüber wegzukommen, und musste meinen Ausflug mit dem CCC absagen. Wollte nicht Gefahr laufen in diesem Un-Zustand (mit Ringen unter den Augen und grün im Gesicht) zu den Mitt-Herbst-Festival Feierlichkeiten für eine BBC-Dokumentation interviewt zu werden. *lach*

Lass mich auch nicht von anderen alkoholischen Getränken so viel trinken, dass ich mit Schotten unterm Stehtisch im Schneidersitz hocke, versteckt durch ein bodenlanges Tischtuch, und den Umstehenden die Schnürsenkel aufziehe.

Danke.

*Grübel* ... Ach, vergiss es! War so klasse!! :-P


Falls die mich überhaupt nochmal auf das Botschaftsgelände lassen. Jetzt ist mir auch klar, warum es eine Passkontrolle am Eingang gibt. Aber Arndt wird mich schon reinschmuggeln dann.

Ich fahr jetzt mal mit dem Jeep (heute ist unser Fahrverbotstag, und deswegen ist Arndt mit dem Taxi zur Arbeit) zum Wal-Mart Obst und Milch für uns und Tütensuppen für Deutschland kaufen. :-P

Dienstag, 1. Dezember 2009

Wenn's mal wieder schnell gehen muss

P1030080 - Share on Ovi .. greift der Chinese gern auf die Nudelsuppe zurück.

Hier gibt's ungefähr soviele Geschmacksrichtungen wie Pseudo-autonome Minderheiten und nochmal soviele Marken, dazu kommen noch die japanischen und koreanischen Sorten, wie diese hier! *lach*

Die im Titel als "Sauerkraut" beschriebene Zutat ist astreines Kimchi, also nicht das was man in Schland gewöhnlich unter Sauerkraut versteht, aber im Prinzip auch nix anderes, nur...

.. nicht auf Weisskohl als Gemüsebasis beschränkt,
.. meist mit koreanischem Spezialgewürz, mit Knofi und Chilli drin,
.. also vielleicht doch a bisserl anders *grins*.

Schmeckt leicht säuerlich und ist schön scharf! Momentan die Nr.1 Suppe: Hěn hǎo chī!

Sonntag, 29. November 2009

Glühwein-Alm im Obiwan

28112009132 - Share on Ovi Den Abend mit gegrillten Chicken-Wings am Chuan'r, gegrilltem Man Tou (Hefebrötchen) und Yü Mi (Mais), Kartoffelpamps mit Chilliöl, Gurken-Tomate- Eisberg-Erdnuss-Chilisalat und marinierter Tofuhaut in einem unserer Lieblingsläden westlich vom Gulou (Trommelturm) klassisch Chinesisch gestartet..

28112009131 - Share on Ovi Als Getränk zum BBQ gab's heisse Coca-Cola mit frischem Ingwer, gut gegen Erkältung und bei kaltem Wetter im Besonderen, aber generell gilt für immer und überall: bloß nix superkaltes trinken! Nicht gesund das! Sagen's. (Ja, wir hatten natürlich auch kaltes Bier, aber psssst, nicht verraten!)

P1030082 - Share on Ovi Dann einen kleinen Kulturschock im Club Obiwan geholt:
Après Ski, vom Feinsten, "schlimmer" kann die Beschallung was Auswahl und Lautstärke angeht, nirgends zwischen Zillkeller und Almhütte sein. Gut, dass es Freibier von 10-11 gab, und wir rechtzeitig dran waren. Ich bin heisser vom Mitsingen.

Positiver Seiteneffekt nach Freibier und drei GinTonic, gemixt mit Landsleuten: Sich endlich mal wieder nicht wie der Elefant im Porzellanpüppchenladen vorkommen ist zur Abwechslung echt nett. Dass es den Ohren seltsam fremd vorkommt, wenn die Umstehenden alle Deutsch sprechen ist ein neues Gefühl.

Auf der Botschaft hatten alle vorgeglüht, ich hab ja Hausverbot seit neulich (lach). Aber Nadine hat mich gestern nachmittag, nach eigener Aussage, würdig vertreten. Lachmichwech! Nadine, hol dir den roten Becher!

Samstag, 28. November 2009

Der Scheiss funktioniiiiiiiieeeeert!!!!

P1020963 - Share on Ovi Es läuft wieder: Das Internet mit dem Hotspotshield geht immer noch. *Bescheidenfreu*. Die Daten fliessen, wie es der Jinger Verkehr selten tut! Zuò ba, geh zu, nicht trödeln, weiter so!

Aufholarbeit: Arndt und ich haben uns heute mal bei MilKa und Eiertörtchen am Esstisch sitzend, auf den aktuellen Blog-Stand gebracht.
Respekt, Freunde, da hat sich ja einiges getan, sogar die Mamamac hat einen! *Stolz*

Outside Schland: Die Inge fotografiert wie der Profi und dem Axel steht die Gelassenheit sehr gut!

Uuuulm, zwei drei vier:Beim singen in der Bit (neue location?), darf einem echt nix peinlich sein... Spitzen-Bilder, Anke!

Dickes B: Glühwein-Alm im Club Obiwan. Hab das nicht so getauft, aber nachdem hier auch schon überall die Christbäume hell strahlen, und in jeder Hecke zwei bis trölf Rentiere leuchten, ist es an der Zeit ('tis the season!) den Glühwein-Check anzufangen.
Also treffen wir uns nachher zum essen mit Freunden, um ne anständige Grundlage zu schaffen, und dann beginnen wir im Club Obiwan, wo der deutschsprachige Club ne Runde schmeisst. Cheerio, Miss Sophie. Und danke an den Iron Buddha!

Freitag, 27. November 2009

Internet Check, ein Wunder?

P1010928 - Share on OviDie neue Version Hotspotshield und die neue Version Safari sind deutlich schneller, als die alte Version Hotspotshield und die alte Version Firefox, und sehr deutlich viel schneller als die neue Version Firefox mit dem HSS.
An was liegt's?
Ich bin begeistert, kann mich aber nicht wirklich freuen, keine Ahnung an was das liegt, nämlich..


Ich glaub ich hab mich seit Monaten so damit abgefunden, dass das von hier aus einfach nicht mehr richtig smooth geht, ich hab mentale blogger-Blockade. Definitiv! Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich schon wieder heftig erkältet habe, und mein Kopf sich anfühlt wie ein Eiterpickel, kurz vorm Platzen.

Vermutlich halluziniere ich, von literweise Iron Buddha Tea, den ich heute in mich reingeschüttet habe, kein Wunder das. Trau dem Blogger-Frieden nicht so recht.
Mal besser das Ganze erstmal abspeichern, mich abmelden, und morgen schauen ob es immer noch geht.
Cheerio.

Sonntag, 15. November 2009

Phoenix-Tal Park und Höhenweg

P1020995 - Share on OviDer höchste Steineklopfer der Gegend... klasse Ausflug, windige Angelegenheit, viel Sonne und Schnee, gleich vor den westlichen Toren der Stadt.
Klick und Schau.

Donnerstag, 20. August 2009

Internet Check.

Aussicht: Bergsicht! Wir sind immer wieder überwältig, wie NAHE die Berge eigentlich sind. Weil gefühlte 75% der Tage kann man sie vor lauter Smog/Nebel/Dunst/Wolken/WasAuchImmer nicht sehen. Aber manchmal, ja manchmal kriegt man diesen atemberaubenden Ausblick, und dann ist der Morgen dein Freund. Und der Tag ein Blauhimmeltag.

Spocht: Tretmühle: Steigung 1, Geschwindigkeit 6 für 5 Minuten. Steigung 1, Geschwindigkeit 8,5 für 35 Minuten. Steigung 1, Geschwindigkeit 6,5 für 15 Minuten. 5 Minuten Cooldown.

CNN Schlagzeile des Tages: Michelle Obama ist in den Kreis der mächtigsten Frauen der Welt aufgestiegen. Angela Merkel liegt jedoch auch hier wiedermal weiter vorne. Hallo? Ist grad saure Gurken Zeit? Kaum mal keine Typhoon im Osten, und die Wahlen in Afghanistan mit weniger Toten und Explosionen als erwartet, schon werden die Weltnachrichten zu Trivial Pursuit Antworten.

Internet: Im Apartment immer noch gewisse Ports nicht frei, ich krieg meine GMail Post nicht vom Server geladen, ich geh rüber ins Hotel zum checken, wie es da ist, damit ich den IT-Jungs besser auf's Dach steigen kann.

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Millennium-Frühstück hatte ich eh schon lange nicht mehr. Hier funzt alles wie vorher im Apartment. Das ist meine Bestätigung, dass die Jungs es schon wieder geschafft haben, den letzten Konfigurationsstand NICHT zu dokumentieren. Ich krieg die Krise, nach jedem Neustart der Server sind andere Ports nicht frei oder stimmt die Bandbreite hinten und vorne nicht. Ich bin ja nur der Super-DAU (Dümmst Anzunehmende User), aber ich will dass der Scheiss funktioniert! Immer gleich, und wenn schon anders, dann wenigstens BESSER als vorher.

Aber mal noch abwarten, ich war ja noch auf die Rückmeldung von gestern. Lächeln und Winken, Grinsekatze.

Sonntag, 16. August 2009

Cloud 9

P1010730 - Share on Ovi Jin Mao Tower, Pudong, Shanghai, 87./88. Etage, ne echte Cloud 9.
Im Club der höchsten Bars der Welt ist die Skybar des Grand Hyatt Pudong vorne mit dabei und wir kriegen einen Fensterplatz, haben klaren Himmel und eine fantastische Aussicht.
Nach einem nicht ganz so "Rock'n Roll"-igen Linkin' Park Konzert im Olympiastadion, geniessen wir die After Hour bei Long Island Ice Tea (Arndt) und meinem ersten Singapore Sling. Wer mehr sehen will: Cloud 9 Google Bildersuche

Freitag, 14. August 2009

Tomorrow Square, Morgenturm

< Nachdem es nur noch tröpfelt beschliessen wir ins Marriott-Hotel zu gehen, von der Lobby soll man die Innenstadt schön von oben bestaunen können.

Das Marriott "versteckt" sich in diesem hübschen Wolkenkratzer. Die Reze und Lobby ist im 38. Stock, das Hotel reicht dann bis in die Spitzen.

Wer hat hier von wem abgekuckt? Herr der Ringe lässt grüßen..

Schöne Lobby, güldene Aufzüge, nette Aussicht. Einmal hier das Penthouse haben. Bú cùo! (Nicht schlecht, wie der Chinese sagt. Naja, eigentlich sagt er "Nicht falsch", aber die Yodasprache muss man halt nochmal durch den Textprozessor schicken. Die Steigerung ist "Viel nicht falsch", yuck. Lernen, wie man hier tickt kann man über die Sprache.)

RenMin Square, Platz des Volkes

Duschen, Nickerchen, unsere Tickets werden geliefert. Ich reiss voller Vorfreude den Umschlag auf, und geb Arndt die Karten. Er sagt:; "Spitze. Reihe 18 Sitz 2 und 4...äh?" Ich sag: "Nee, oder?! Ach nee, kann ja wohl nicht sein, argh?!" Wir hoffen, da das ja ein Leichtathletik- und Fußballstadion ist, können die vielleicht keine anderen Karten ausdrucken als mit Reihen- und Sitznummern drauf...tja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt. Ich meine, Linkin Park und dann BESTUHLT?????? Morgen werden wir's ja sehen...

Unser zweiter Spaziergang, führt uns um den Platz des Volkes, und beginnt drei U-Bahnhaltestellen weiter nördlich. Unser Hotel liegt perfekt zentral, zwischen Innenstadt und Stadion, direkt an der U-Bahnlinie 1, die wir auch wieder nehmen.
Die Engländer scheinen die roten Telefonzellen vergessen zu haben.

In unmittelbarer Nähe um den Platz stehen alle wichtigen historischen Kaufhäuser und Hotels und Theater. Dies hübsche Art Deco Haus in Braun ist das Park Hotel und war bis 1980 das höchste Gebäude in ganz Asien. Stell man sich das mal vor! Es wurde 1934 als Bank erbaut mit einem Restaurant im obersten Stock, dessen Dach weggefahren werden konnte, so dass die Dinnerparty unter Sternen stattgefunden hat.

Von von 1862 bis 1941 war der Platz des Volkes die ShangHaier Pferderennbahn. Nun kann man hier in einem schönen angelegten Park spazierengehen und die frische Luft geniessen.
Obwohl es nach Regen aussieht, die Beete müssen gewässert werden.

So langsam fängt es an zu tröpfeln, wir wissen, hier gibt's irgendwo ein Starbucks mit Dachterrasse, und finden ihn auch ohne Probleme, obwohl der Eingang parkseitig etwas hinter Büschen und Bäumen versteckt ist. Wir kriegen noch nen trockenen Platz unter dem Sonnenschirm auf dem Dach, und sitzen den Schauer mit Kaffee, Zeitung, Reiseführer und Aussicht geniessen aus.

Wer mit dem Nachtzug reist...

... hat mehr vom Anreisetag. Erstmal mit dem Taxi vom Bahnhof zum Hotel. Die ShangHaier Taxen sind pastellmetalligfarben mit Silberstreif (rosa, mint, hellblau). Erstmal ab ins Hotel und unser Zimmer klarmachen, schliesslich sollten wir so bald wie möglich Kelly vom Ticketservice unsere Zimmernummer übermitteln, damit der Kurier der die Konzerttickets überbringt, an der Reze die richtige Nummer aufsagen kann. Ha, schon wieder fast wie bei "Spion & Spion".

Nettes Zimmer im vierten Stock mit Gartenblick im ruhigen "Anting Villa Hotel", einem chinesisch geführten Haus (wir wohnen bisher noch im Urlaub lieber in Lokalkolorit, haben zuhause den ganzen Tag Weststandard, da will man mal was anderes sehen) im French Concession Viertel, das auf Chinesisch einfach LaoWeiJu = Ausländerviertel heisst.

Häuserstil im French Concession - seeeeehr europäisch, aber klar, bei der Kolonialgeschichte..

Weil wir so langsam einen gewaltigen Unterzucker verspüren und die Ticketanlieferungsdetails ausgetauscht wurden, gehen wir auf Erkundungstour und Nahrungsjagd im Viertel.
Essen finden ist in China ja nicht schwer, die Teekanne ist in diesem schnuckeligen Laden der Essigspender. Brauner Reisessig und Chillipampe sind nämlich die offiziellen Pimp-Up Zutaten für Nudelgerichte aller Art.

Zum Teetrinken, Schwätzchen halten und Kartenspielen trifft man sich gerne. Hier muss man sogar einen Tisch reservieren, sonst

kann man gleich im Elektrorolli sitzen bleiben.

In Beijing nimmt man Stahlstangen, die man mit Eisenschellen zu Gerüsten zusammenschreubt, wenn man ein Haus baut oder renoviert. In ShangHai verwendet man Bambusstangen und -Matten, und verknüpft sie mit Seilen. Sieht spannend aus.

Nach einem Nachschlag an der Hausecke (Klebreisbällchen mit Schweinehack gefüllt, ein wirklich saftiges, klebriges Leckerchen) von dem netten Herrn im Fenster rechts, ist der Bauch nun richtig voll, und eine kleiner Müdigkeitsanfall überkommt uns.

Es ist eh viel zu heiss um zur Mittagszeit weiter in der Stadt rumzulaufen und wir sind durch mit dem im Lonely Planet beschriebenen Spaziergang. Eine Siesta ist jetzt genau das richtige.

Das denkt sich auch die Wachkatze, und kringelt sich auf dem Mopedsitz zusammen. Gähn.

Donnerstag, 13. August 2009

Was man so "weich" nennt

Weich ist anders. Aber hart auch. Der Bahnhof in Beijing ist Donnerstags nicht sehr bevölkert, reinkommen kann man nur, wenn man seine Tickets vorzeigt. Dann schiebt man seine Taschen natürlich durch den Security-Röntgenapparat, und begibt sich in den Warmduscher-Warteraum für seinen Zug.

Von dort kann man dann nach Aufruf, wieder nach Vorzeigen seines Tickets (ohne Passierschein geht hier gar nix, da könnte ja jeder auf den Bahnsteig sonst!), zum entsprechenden Gleis gehen, das man auf den Übersichtsbildschirmen auslesen kann. Für so einfache Worte wie ShangHai (ObenMeer) brauchen wir auch keine PinYin-Transkription mehr, weil unsere Mausi immer darauf achtet, dass wir auch die Zeichen malen (hüstel, nicht malen, schreiben natürlich!) lernen.

Also, geschlafen haben wir sehr gut. Nach jeweils zwei steifen Gin-Tonic kann die Matratze schliesslich noch so hart sein. Erfarungsgemäß schadet es nicht, da auf Nummer sicher zu gehen, und sich ordentlich zu betäuben. Von Zugfahrten in China haben wir auch schon so einiges abenteuerliches gelesen, aber irgendwie hab ich mir bei dem stolzen Preis von 750 RMB schon gedacht, dass wird kein Platz auf dem Gangstockbett werden.

Wurde es auch nicht, wir hatten, zusammen mit einem Pärchen aus SuZhou (einzige Station an der der Zug noch hält, ausser Shanghai, und das auch nur 'ne halbe Stunde vorher), eine richtige Luxuskabine. Und die haben mal sowas von deutliches Mandarin gesprochen, wenn wir nur mehr Vokabeln könnten wäre das noch viel lustiger geworden. Er hat sich mit Bier und Wurst begnügt, wir hatten unsere Gin Tonic mit chinesichen TUC, ich musste dreimal pinkeln nachts, und die Toiletten wurden sogar über Nacht gereinigt!

Hausschlappen, Wasser heiss und kalt, zwei weiche Kissen, Zudecke, Kleiderbügel, Fernseher mit Kopfhörer (jeder seinen eigenen), Radio, Leselampe, Zimmerservice (äh, Schlafabteilservice), nächtliche Ruhe vom Feinsten. 10h Zugfahrt, die mal sehr entspannt war. Jederzeit wieder, sowas.

Gut, dass wir soviel GinTonic hatten, sonst wären wir ohne Schädelweh und total frisch und erholt in Shanghai angekommen. *grins*

Women dao le, ni hao ShangHai!

Mit dem Nachtzug nach Shanghai

Taschen gepackt, Gin in kleine Plastikflasche abgefüllt, Watsons Tonic dürfen wir dann halt nicht im Kühlschrank vergessen, Reise-Backgammon (Danke Mädels, das leistet hier auch tolle Dienste) ist griffbereit verstaut, Arndt duscht noch schnell, die Sonne geht rot hinter Central Park unter. In einer halben Stunde steigen wir ins Taxi und machen unsere erste Zugfahrt in China.

Und da wir ja schon die härtesten Hotelbetten hatten, haben wir "Soft-Sleeper" gebucht. Wir Warmduscher! Bin mal gespannt wie dick die Matte auf dem Holzbrett ist.

Wir werden berichten, wenn wir wieder (dann aber mit dem Flieger am Sonntag) zurück sind.

Linkin Park, wir kommen! Morakot ist ja schon wieder weg, auf ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 12. August 2009

Besuch ausführen...

... zählt auch zu einer unserer absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Und Arndts Kollegen kommen zahlreich, und sind immer dankbar für Restaurants abseits der Touripfade.

Vorteil für mich, ich kann endlich mal alles bestellen, und muss mich nicht für nur ein Gericht enscheiden.

Vorteil für Arndt, er erfährt aus erster Hand den neuesten Ulmer Nokia-Klatsch und Tratsch. :-)

Vorteil für alle Beteiligten, je mehr Menschen zusammen essen gehen, desto mehr verschiedene Gerichte kann der Einzelne probieren und desto günstiger wird's für jeden.

Unter anderem hatten wir Peking Ente, scharfen Fisch (Nein, das rote sind keine Tomaten!), Süß-saure Spare-Ribs, Hack-Burger, Wasserliliengemüse mit Stangensellerie, Pilz-Satay-Topf, 1000-Lagen-Brot, Bluhmenkohl-Brokkoli-Curry, Gebratene Wurst, Geminzte Gurke, gezuckerte Essig-Cashews, Kürbissuppe, Lamm-Chillli-Schaschlik, Marinierten Tofu und der Rest fällt mir nicht mehr ein...

Ich hab heute mal den Glasplatten-Motor gespielt, und bin dabei ganz schön ins Schwitzen gekommen. Es ist gar nicht so einfach mit links die Platte langsam zu drehen, und dabei mit den Stäbchen in der Rechten die leckeren Sachen von den Tellern zu picken.

Nach dem Baihe bietet es sich an, den kurzen Spaziergang ums Eck in die DZM (DongZhiMen) zu machen, um in einem der beliebtesten Fischrestaurants der Stadt das grüne Bier zu kosten. Ganz ohne St. Patrick's Day gibt's das hier das ganze Jahr. Ausserdem führen sie noch schwarz und quietschgelb eingefärbtes. Irgendwann schaffen wir es auch noch, hier mal zu essen ...

Prost, Ulmer! War ein toller Abend!